Aromatherapie & Rezept für Roll-Ons

Aromatherapie & Rezept für Roll-Ons

Hi lieber Herzensmensch,

in Berlin kommt der Sommer gerade mit voller Wucht! Temperaturen von über 30 Grad und Sommergewitter sind dabei keine Seltenheit. Obwohl ich den Sommer, die Sonne und die Hitze absolut liebe, macht mir das Wetter trotzdem manchmal zu schaffen. Die Temperaturen steigen mir zu Kopf, und die Wetterumschwünge bereiten mir auch schnell mal Kopfschmerzen. Als kleinen Helfer für unterwegs habe ich mir deshalb ein Aroma Roll-on mit Pfefferminzöl gemacht. Wenn du mir auf Instagram folgst hast du vielleicht schonmal mitbekommen, dass ich großer Fan der Aromatherapie bin und im Alltag gerne mit ätherischen Ölen arbeite. Wie ätherische Öle wirken und eine Anleitung für dein individuell abgestimmtes Roll-On liest du deshalb heute im Artikel.

Was ist Aromatherapie?

Bestimmt hast du schonmal von Aromatherapie gehört, aber weißt vielleicht noch nicht ganz genau was damit gemeint ist. Schon seit Jahrhunderten ist bekannt, dass die Natur eine heilende Wirkung auf unseren Organismus hat, besonders bestimmte Pflanzen werden gegen Krankheiten eingesetzt. Aber nicht nur gegen Krankheiten, sondern auch zur zusätzlichen Steigerung unseres Wohlbefindens und der Abwehrkräfte unseres Immunsystems können ätherische Öle eingesetzt werden. Ätherische Öle sind ein Auszug der Essenz einer bestimmten Pflanze. Der heilende Wirkstoff wird durch Wasserdampfdestillation, Extraktion oder Auspressen gewonnen und ist so hochkonzentriert im Öl enthalten.

Ähnlich wie im Ayurveda wird in der Aromatherapie der Mensch ganzheitlich betrachtet. Das heißt, dass nicht nur eine Krankheit und ihre Symptome bekämpft werden, sondern auch die Psyche und die allgemeine Verfassung des Immunsystems im Vordergrund stehen. Im Idealfall kommt es gar nicht zu einer Erkrankung, sondern schon durch vorbeugende Behandlung mit Aromatherapie kommt unsere Gesundheit wieder ins Gleichgewicht.

Ätherische Öle

Ätherische Öle werden aus unterschiedlichen Teilen der Pflanze gewonnen, zum Beispiel aus den Blüten oder den Blättern, aber auch aus Wurzeln, Samen und der Rinde. So groß wie die Auswahl an Pflanzen und ihren Bestandteile ist deshalb auch die Auswahl an ätherischen Ölen. Beim Kauf von ätherischen Ölen ist zu beachten, dass sie zu 100% naturrein sein sollten. Das bedeutet, dass sie komplett aus der Pflanze hergestellt wurden und keine synthetischen Inhaltsstoffe beigemischt wurden. Öle, die nicht komplett auf Pflanzen basieren eignen sich eher zur Raumbeduftung als zur Aromatherapie.

Wie du die Öle anwendest

Die Anwendung von ätherischen Ölen kann über unseren Geruchssinn oder über Aufnahme durch unsere Haut erfolgen. Einige der Öle kannst du auch oral einnehmen, sie werden also innerlich über die Schleimhäute aufgenommen. Die passende Anwendungsform hängt davon ab mit welchem Öl du arbeitest und welche Wirkung du erzielen möchtest. Für die Anwendung über den Geruchssinn sind Aroma-Diffuser sehr beliebt. Der Vorteil am Diffuser gegenüber einer Teelampe ist, dass das Öl dabei nicht erhitzt wird, sondern nur mit der Luft gemischt und im Raum verteilt. Für die Anwendung über die Haut eignen sich bestimmte Körperstellen mit mehr Rezeptoren, wie zum Beispiel die Fußsohlen. Beliebt sind auch die Schläfen oder der Nacken. Ich verwende dafür gerne ein Aroma-Roll on, dazu findest du weiter unten eine DIY Anleitung.

Wie ätherische Öle auf uns wirken

Die Wirkung über unseren Geruchssinn ist besonders wirksam, denn das Riechen ist eng mit Gefühlen gekoppelt und der Mensch lässt sich trotz des Verstandes häufig von Emotionen leiten. Das liegt daran, dass sich in der Nase sich viele Rezeptoren finden, die direkten Zugang zum limbischen System in unserem Gehirn haben. Dieser Bereich unseres Gehirns hat Einfluss auf unsere Gefühle und Emotionen und beeinflusst so auch unsere Stimmung.

Ein weiterer Vorteil vom Arbeiten mit ätherischen Ölen ist, dass Düfte und Erinnerungen gemeinsam in unserem Gehirn abgepeichert werden. Du kannst dich also durch einen Duft in eine bestimmte Stimmungslage zurückversetzen. Vielleicht kennst du den Moment, wo du mal wieder zuhause bist und das Waschmittel deiner Mutter riechst. Riecht einfach nach zuhause 🙂 Diese Tatsache kann dir zum Beispiel auch bei der Meditation helfen. Wenn du bei deiner Meditation immer mit dem selben Öl arbeitest, kannst du dich so auch ohne Meditation rein mit dem Duft wieder in diesen Zustand versetzen.

Die Aufnahme über die Haut erfolgt ebenfalls über bestimmte Rezeptoren und kann so schmerzlindernd, entzündungshemmend oder entspannend wirken. Aber aufgepasst, nicht alle Öle eignen sich für die äußerliche Anwendungen, denn manche ätherische Öle wirken hautreizend. Du solltest dich also vor der Behandlung genau über die richtige Anwendung informieren.

Eine Anleitung für dein selbstgemachtes Aroma Roll-on

Aromatherapie_Aroma-Roll-On
Mein Aroma Roll-on habe ich auch gerne unterwegs dabei und trage es an Handgelenk oder Schläfen auf.

Aroma Roll-ons finde ich super praktisch, denn sie sind klein und ich kann sie auch unterwegs immer mithaben. Mit dem Roll-On kann ich die Öle auf die Haut auftragen oder einen tiefen Atemzug nehmen und daran riechen. Die selbstgemachten Mischungen ermöglichen es mir außerdem die Öle genau auf meine Bedürfnisse abzustimmen. So habe ich mir zum Beispiel eine Mischung für einen kühlen Kopf, einen Yogi Duft (riecht nämlich auch einfach als Duft ganz gut 😉), eine entspannende Mischung und ein stimmungserhellendes Roll-On gemacht.

Was du dafür brauchst:

  • Behälter
  • Trägeröl
  • 5 – 10 Tropfen ätherische Öle

Behälter dazu findest du auf Amazon oder einzeln gibt es sie auch auch im gut sortierten Naturkostladen (z.B. Vitalia) zu kaufen.

Die Grundlage für dein Roll-On ist ein Trägeröl. Dafür eignen sich unterschiedliche Öle wie Sesamöl, Jojobaöl oder Mandelöl. Am besten schaust du zuerst, welches du davon gut verträgst und dir auch vom Duft her gefällt.

Danach das Trägeröl gemeinsam mit ein paar Tropfen ätherischem Öl in den Behälter abfüllen und los geht’s. Ich habe mir ein kleines Set aus mehreren Behältern gekauft bei dem auch eine Pipette dabei war, damit kann ich die Mischungen in einem kleinen Schälchen „abschmecken“ und dann per Pipette in den Behälter abfüllen. So oder so ist ein Aroma Roll-on wirklich einfach und schnell gemacht und die Möglichkeiten für Ölmischungen sind fast unendlich, die Düfte werden also auch nie langweilig 🙃

Aromatherapie_Aroma-Roll-On
Umfüllen der Mischung mit Pipette

Hier eine kleine Inspiration für ein paar schöne Mischungen:

  • Good Mood – 4 Tropfen Orange, 2 Tropfen Ylang Ylang, 2 Tropfen Rose
  • Klarer Kopf – 3 Tropfen Rosmarin, 3 Tropfen Zitrone, 1 Tropfen Pfefferminz
  • Deep Sleep – 4 Tropfen Lavendel, 1 Tropfen Weihrauch
  • Yogi Flow –2 Tropfen Lavendel, 2 Tropfen Rose, 2 Tropfen Zitronengras

Das tolle daran ist, dass du das Roll-On genau nach deinen Bedürfnissen abgestimmt befüllen kannst. Jetzt im Sommer finde ich die Mischung „klarer Kopf“ super, weil Pfefferminz kühlend wirkt. Bei Kopfweh trage ich das Öl dann gerne auf Schläfen und Stirn auf und der Schmerz lässt bei mir dann auch wirklich schnell nach.

Aromatherapie_Aroma-Roll-On

Hast du jetut auch Lust bekommen, dir dein eigenes Aroma Roll-On zu machen? Oder bist du bereits großer Fan von Aromatherapie und arbeitest schon mit den Ölen? Ich freu mich über deinen Kommentar bei Instagram!

Deine,

Herzensmensch
Aromatherapie mit ätherischen Ölen, ein Rezept für ein DIY Roll On
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